Nackenschmerzen, ade!

Nackenschmerzen, ade!

Du hast Nackenschmerzen oder Schmerzen in der Halswirbelsäule? Das kann viele Ursachen haben — lass uns zusammen schauen, was wir tun können.

Im Körper ist alles mit allem verbunden

Im Körper ist alles miteinander verbunden. Dein Kiefergelenk mit dem Kopf, über die Muskeln und Faszien im Gesicht. Dein Kopf mit dem Nacken, runter zum Schlüsselbein, den Schultern, dem Brustkorb — bis hinunter zu den Füßen.

Und dann sind da noch unsere festsitzenden Gedanken und Emotionen, die sich oft im Körper zeigen.

Akzeptanz ist der erste Schritt

Lass dir nichts einreden, aber meistens ist das Heilen von Nackenproblemen nicht ganz einfach. Das zu akzeptieren — und trotzdem jeden Tag etwas Gutes für dich zu tun — kann bereits die Selbstheilung in dir anregen.

Habe Hoffnung und glaube an dich.

Stabilität von unten aufbauen

Heilung der Wirbelsäule und die Öffnung der Energiekanäle findet meist von unten nach oben statt.

Spüre beim Stehen, Gehen, Sitzen und Liegen deine Verbindung zum Boden. Fühle dich aufrecht — nicht durch Anstrengung, sondern durch Erdung.

Mit etwas Übung wird die nach unten gelenkte Energie wieder nach oben aufsteigen — im Qi Gong nennen wir das Peng — und dich aus deinem Inneren aufrichten. Diese Stabilität ist dein Fundament.

Emotionen im Nacken

Emotionen sitzen uns gerne im Nacken und lassen den Körper versteifen. Wenn alte, schwere Gefühle gehen dürfen, kann sich der Körper wieder entspannen und in Leichtigkeit neu formen.

Frage dich:

  • Wo in meinem Leben bin ich noch steif und stur?
  • Wo mache ich mich abhängig von anderen?
  • Wo nehme ich noch nicht meinen eigenen Raum ein?
  • Welche Energien von anderen trage ich noch in mir?

Dann lass los, was aufkommt — ohne zu urteilen.

Nei Gong üben

Qi Gong und Nei Gong transformieren den Körper von innen heraus — tiefer als normale Körperübungen.

Durch die Kultivierung von Qi öffnen sich Gelenke, Wirbel und Energiezentren. Du richtest dich von innen wieder auf. Durch stille Meditation baust du auch eine innere Stabilität in den Nackenmuskeln auf.

Um ganz ehrlich zu sein: Bei komplexeren Nackenproblemen werden einfache Übungen wahrscheinlich nicht reichen. Ich empfehle dir wirklich, Nei Gong bei einem guten Lehrer zu lernen und regelmäßig zu üben.

Biss und Kiefer

Wenn du deinen Mund öffnest und schließt, sollte das leicht gehen — ohne Knacksen. Manchmal ist eine Füllung oder Krone etwas zu groß und bringt alles in Unordnung. Da im Körper alles verbunden ist, kann sich das bis in die Wirbelsäule auswirken.

Falls du den Verdacht hast, sprich mit deinem Zahnarzt darüber. Es lässt sich gut behandeln.

Einfache Nackenübungen

Der Nacken mag Stabilität, Freiheit, Neugierde und innere Ruhe — und manchmal auch die eine oder andere Übung.

Falls dir schwindelig wird, mache die Übungen langsamer oder pausiere. Im wiederholten Fall kläre es bitte mit deinem Arzt ab.

  • Schaue langsam nach links, dann nach rechts. Wiederhole das mal schneller, mal ganz langsam — für fünf Minuten. Mal weite Bewegungen, mal kleine.
  • Das Gleiche nach oben und unten.
  • Den Kopf wie eine Taube langsam nach vorne und hinten bringen.
  • Kippen: Mit dem rechten Ohr zum Himmel, dann mit dem linken.
  • Kreise: nach vorne, unten, hinten, oben. Langsamer ist besser!
  • Halbe Kreise: Kopf nach links, links vorne, vorne, rechts vorne, rechts — und zurück.

Wirbel für Wirbel

Das ganzheitliche Arbeiten mit der Wirbelsäule ist wichtig bei Nackenschmerzen.

Eine einfache Übung:

  • Stehe schulterbreit mit parallelen Füßen stabil am Boden.
  • Schließe deine Augen.
  • Senke dich besonders langsam — Wirbel für Wirbel — vom Kopf nach unten.
  • Verweile an den Stellen, wo du eine Blockade spürst.
  • Entspanne dich noch tiefer.
  • Komme ganz langsam Wirbel für Wirbel wieder nach oben.
  • Verweile etwas, bevor du die Übung wiederholst.

Besser schlafen

Guter Schlaf ist bei Nackenschmerzen nicht immer einfach. Ein paar Ideen:

Am Rücken schlafen — Versuche, auf dem Rücken einzuschlafen. Wenn du in der Nacht aufwachst, leg dich wieder auf den Rücken. Es kann einige Wochen dauern, bis es sich natürlich anfühlt. Du kannst eine Hand unter den Nacken legen und deinem Nacken beim Einschlafen Aufmerksamkeit schenken.

Härtere Unterlage — In Japan schläft man auf Futons aus Naturmaterialien. Bei einem weichen Bett muss der Körper ständig Muskeln anspannen, um sich waagrecht zu halten. Ein härteres Futon kann helfen — es dauert aber eine Weile, bis sich der Körper daran gewöhnt hat.

Polster wechseln — Hab mehrere Polster und wechsle regelmäßig. Das gibt dem Körper neue Impulse. Der Polster sollte nicht zu groß sein. Auch ein eingerolltes Handtuch unter dem Nacken kann gut tun — oder mal ganz ohne Polster schlafen.

Vor dem Schlafen meditieren — Sitz aufrecht und finde Frieden. Eine gute Technik: aufrecht sitzen und vergessen. Wenn du in Ruhe einschläfst, wirst du eine bessere Nacht erleben.

Bewegung

Bei Nackenschmerzen solltest du ganzheitlich denken. Der ganze Körper darf bewegt und gestärkt werden.

  • Qi Gong, Nei Gong, Yoga, Tai Chi
  • Spazieren gehen und Wandern
  • Schwimmen
  • Sanftes Krafttraining — besonders langsam ausgeführt

Haltung im Alltag

Überprüfe deine Haltung im Alltag — besonders am Arbeitsplatz. Ist dein Bildschirm auf der richtigen Höhe? Sitzt du aufrecht und entspannt? Prüfe das auch nach Übungen, die deine Wirbelsäule geöffnet haben — wir fallen gerne in alte Gewohnheiten zurück.

Und am Handy: Ist deine Haltung gut? Sind deine Schultern entspannt?

Therapien

Bei länger andauernden Schmerzen kann es helfen, professionelle Unterstützung anzunehmen. Spüre während der Behandlungen deinen Körper, finde Frieden und öffne dich der Veränderung.

  • Osteopathie
  • Shiatsu
  • Bowtech Therapie
  • Crafta Therapie
  • Atlas Therapie
  • Thai Massage
  • Lomi Lomi Massage

Werkzeuge für zu Hause

Es gibt einfache Hilfsmittel, die du alleine nutzen kannst:

Posture Pump — Hat mir persönlich sehr bei Schmerzen geholfen. 5–10 Minuten pro Tag.

Neck Hammock — Eine Hals-Hängematte, die entspannend auf die Nackenmuskulatur wirkt. 5–10 Minuten pro Tag.

Wärmelampe — Wärme hilft, verspannte Muskeln zu lösen.

Shiatsu-Massagegerät — Lege ein Handtuch darüber und achte darauf, dass nur die Muskeln massiert werden — nicht die Wirbel.

Warmes Bad — Ein warmes Bad mit Natron oder Epsom-Salz kann den ganzen Körper entspannen.

Der erste Schritt

Du musst nicht alles auf einmal tun. Such dir eine Sache aus, die dich anspricht — eine Übung, eine Gewohnheit, eine Frage an dich selbst. Und dann bleib dran.

Dein Nacken trägt viel. Schenke ihm etwas Aufmerksamkeit — und er wird es dir danken.